Zu Beginn noch äußerst freundlich (wohl damit seine Opfer nicht mehr umwählen oder davonrennen können), entpuppte sich Hr. Wagner bald als ein begabter Folterknecht. Nicht nur die Noten, auch die Stimmung sank nach wenigen Stunden ins Bodenlose - lag's an uns, lag's an ihm?
Auch nach einigen sogenannten Aussprachen, die mehr Wagner'sche Monologe waren, änderte sich die erdrückende Atmosphäre im D-LK nicht.
Sein Talent, uns jede Begeisterung und Motivation zu nehmen, äußerte sich zu seinen Bemerkungen wie: "Da wäre dann noch - aber das ist ja doch nichts für Sie" oder "lassen wir's lieber...", zum anderen in seinen chronisch negativen Beurteilungen von zu lesenden Lektüren, an denen er immer etwas auszusetzen hatte.
So war der Unterricht vor allem durch Schweigen von Seiten der frustrierten Schüler geprägt, dem auch die oft beleidigenden und beleidigten Beschwerden des Schriftstellers, Historikers und Politologen, Bruno Wagner, der noch auf seinen Durchbruch wartet, kein Ende setzten.
Als einziger Lichtblick erwies sich entgegen aller Erwartungen die Berlin-Studienfahrt, wofür aber vor allem Frau Wagner, deren frundliches Wesen uns angenehm überraschte, verantwortlich war.
Gegen Ende 13.2 (als das Meiste schon vorüber war), wurde der Unterricht um einiges lockerer und interessanter, was auch am Thema "Frauen-/Männersprache" lag, das hin und wieder eine Diskussion aufkommen ließ. Man wird aber den Verdacht nicht los, daß Herr Wagner nur angesichts unseres baldigen Fortgangs in eine fast schon enthusiastische Stimmung verfiel.
Das war's dann wohl, schade........
Der Deutsch-LK
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