Achtung Satire!
In Schulen ist es verboten, in Gaststätten ist man dabei sehr eingeschränkt und am Arbeitsplatz soll nun demnächst ein generelles Rauchverbot eingeführt werden.
In dieser schweren Zeit der Diskriminierung, die bis an den Rand der Demütigung und zwangsweisen Selbstverleugnung des Rauchers aller Hautfarben und Nationalitäten durch den Nichtraucher geht, sehe ich es als meine Pflicht an, für die Rechte der Raucher einzustehen und die lange verschwiegenen, immensen positiven Aspekte, die das Rauchen hat, einmal in aller Offenheit klarzulegen:
Als ersten wichtigen Aspekt wäre hier zu nennen, daß Zigarettenrauch eindeutig appetithemmende Wirkung zeigt, was für die passiven Mitrauchern und die aktiven Selbstrauchern, die unter Übergewicht leiden, zum Teil ganz erhebliche Vorteile hat:
Es läßt sich mit Zahlen schon nicht mehr angeben, wieviele Menschen durch die sinnreiche Tugend des Nikotingenusses rank und schlank geblieben sind.
Darüber hinaus läßt sich zeigen, daß durch regelmäßiges Rauchen die Lust auf sexuelle Betätigung in vielen Fällen eindeutig ausbleibt, wodurch verhindert wird, daß die Bevölkerung in den Industrieländern übermäßig stark anwächst.
Schon die alten Indianer waren sich der kommunikations- und kontaktfördernden Wirkung des Rauchens bewußt: Man denke nur an die Friedenspfeife, oder an den traditionellen Brauch, Rauchsignale zu geben.
Nach der tragischen "Qualmflaute" der achtziger Jahren zeigen heute in zunehmendem Maße auch junge Menschen wieder die Bereitschaft, sich die kontaktfördernde Wirkung des Rauchens zu Nutze zu machen: Will man ein flottes Girl anbaggern, so braucht man ihr nur Feuer zu bieten und schon kommt man mit ihr in's flotte Gespräch.
Neben der gesellschaftlichen Bedeutung des traditionellen Rauchens (oder auch "qualmens", wie der Volksmund sagt), dürfen seine sozialen und wirtschaftlichen Aspekte keines Falles außer acht gelassen werden:
Wenn man nur einmal an die vielen Beschäftigten in der Zigarettenindustrie denkt, die ohne die zahllosen tapferen Raucher die Grundlage ihrer Existenz verlieren würden, dann kann man,ja muß man, in aller Kürze sagen:
Rauchen schafft Arbeitsplätze!
Mehr noch: an jeder gerauchter Schachtel Zigaretten, die 4 DM kostet, verdient die Gemeinschaft ca. 3.99 DM. Soviel nimmt der Staat nämlich an Steuergeldern ein.
Wir sollten auch nicht vergessen, daß es gerade das Rauchen ist, das unser Leben angenehm macht: Was wäre denn ein Arbeitstag ohne die obligatorische Zigarettenpause? Würde man sich da nicht gnadenlos kaputtrackern, wenn man seinem Chef, der es natürlich nicht gerne sieht, wenn seine Mitarbeiter einfach so Pause machen, nicht einfach sagen könnte:
"Rauchen Sie eine mit?"
Auch humanitäre Aspekte hat das Rauchen: vor dem Qualm sind alle gleich: Männer, Frauen, Schwarze, Weiße, Dumme, Kluge ...
Mit Abstand das meiste Gewicht haben jedoch die sozialversicherungspolitischen Aspekte des Rauchens:
Es wurde von erfahrenen Statistikern gezeigt, daß durch den Nikotingenuß eine übermäßige Überalterung der Gesellschaft verhindert wird, weil Raucher im Schnitt 7 Jahre kürzer leben als Nichtraucher. Ein Raucher (selbstverständlich auch eine Raucherin) verzichtet also quasi freiwillig auf 7 Jahre seiner(ihrer) Rente.
Nicht zu vergessen ist auch, daß durch den Raucher in vielerlei Bereichen der Gesellschaft neue Arbeitsmärkte erschlossen werden. Wir müssen dabei nur an die unzähligen Beschäftigten in den Spitälern zur Behandlung von Lungen- und Kehlkopfkrebs, zur Amputation von Stimmbändern, Raucherarmen und -beinen, bzw. zur Behandlung von Raucherbedingten Herz-, Kreislauf- und Durchblutungsstörungen denken.
Auch die Textil- und Bauindustrie wäre ohne die selbstlosen Einsätze der Raucher, die mit einem wahnsinnigen Einsatzwillen bereit sind, ihr Leben und ihre Gesundheit zum Wohle der Allgemeinheit auf`s Spiel zu setzen, wohl enormen Umsatzeinbußen ausgesetzt:
Man denke dabei nur an die unzähligen öffentlichen Polstersessel, Sitzgarnituren und Teppichböden, die man auswechselte, weil sie durch daraufgelegte Zigarettenüberreste durch schwarze und braune Flecken verziert wurden.
Unter dem Motto: "Helft Waldbrände vermeiden, raucht im Bett!", haben schon viele Raucher dazu beigetragen, daß ihre Häuser neu aufgebaut werden konnten, was ohne Frage jedes Mal einen immensen Profit für die Bauindustrie darstellte.
Macht man sich einmal klar, daß alle Raucher in Deutschland zusammen eine Schadstoffemission erreichen, die es mühelos mit der Emission von zwei unentstickten Kohlekraftwerken aufnehmen kann, dann wird klar, daß sogar die Umwelt noch von den Rauchern profitiert: Falls nämlich zum Beispiel durch einen Unfall einmal alle Kohlekraftwerke und Autos gleichzeitig ausfallen, dann sind die Raucher die einzigen, die das natürliche System, welches sich in einem komplizierten Prozeß auf eine bestimmte Schadstoffkonzentration der Luft, des Wassers und des Bodens fest eingespielt hat, durch konsequentes Dauerrauchen vor einem Frischluft-Schock bewahren können. Daher kann man ohne weiteres sagen: "Rauchen ist praktizierter Umweltschutz!"
Auch die Teerindustrie profitiert von den Rauchern in immenser Weise: Wohin sollte man denn mit dem ganzen Tabakteer, würde er nicht von den Rauchern so gewissenhaft entsorgt werden.
Wenn wir über das Rauchen hier so allgemein diskutieren, so müssen wir uns natürlich noch darüber klar werden, welche Folgen ein penetrantes Nichtrauchen haben kann. Denn ein Nichtraucher, der konsequent nicht raucht, kann immense Kosten verursachen: Dabei sei nur an den Fall einer älteren Dame erinnert, die doch allen Ernstes behauptete, nachdem sie gerade eben 20 Jahre mit drei Anhängern der Toleranz beim Genuß von Nikotin in einem Büro gearbeitet hatte, das permanente Einatmen des Rauches ihrer Kollegen in einem Büro, dessen Fenster sich angeblich nicht öffnen lassen, schädige ihre Gesundheit. Der absolute Gipfel war: Ohne Betrachtung der Kosten, die für ihre Firma durch Anmieten von weiterem Büroraum entstehen würden,verlangte die verantwortungslose Dame ein eigenes, rauchfreies Büro.
Selbstverständlich ging die Geschäftsleitung auf keine ihrer Forderungen ein, woraufhin sie die Unverschämtheit besaß, einfach an Bronchialkrebs zu sterben und den ohnehin schon arg geschröpften Steuerzahler zusätzlich mit Bestattungskosten zu belangen.
Angesichts solcher krasser Fälle von Intoleranz erwägen viele Betriebe bereits einen Einstellungsstop für Nichtraucher.
Daher empfehlen wir, bei Bewerbungsgesprächen Rauch- und Feuerzeug nicht fehlen zu lassen. Denn von Rauchern weiß man ja, daß sie zumeist sehr tolerante Menschen sind: Welcher Raucher beschwert sich schon über einen Nichtraucher?
Zum Schutze des Rauchers hat die GfSRuQ(=Gesellschaft für Sportliches Rauchen und Qualmen) jetzt verschiedene Aktionen und Pilotprojekte in's Leben gerufen, die das Leben wieder rauchenswert machen sollen. Unter dem Motto: "Rauchen, aber bitte mit Niveau werden auf Plakaten und Litfaßsäulen männliche Posen, erotische Posen und sportliche Posen des rauchenden Menschen dargestellt. In Broschüren wie : "erotisches Rauchen" oder "was Raucherbeine so erotisch macht", sollen nun auch speziell Interessierte über die theoretischen Aspekte sportlichen Rauchens informiert werden.
Doch dies ist noch bei weitem nicht alles: Unter dem Motto: "Geh' einen Monat lang in meinen Raucherbeinen, komm!" bietet die GfSRuQ jetzt folgende Rauchergewöhnungskurse an :"In 5 Tagen zum Raucher (Schnellkurs: 5 Minuten)" bzw. "Rauchen fördert die Kreativität", "Rauchen: Geschmack für Leute mit und ohne Laune" oder :"Was sich Raucher am Sonntag so alles einfallen lassen, um an eine Zigarette zu gelangen."
In vielen größeren Städten bilden sich inzwischen auch immer mehr Selbsthilfegruppen wie die IN oder die AS ("informelle Nichtraucher" bzw. "anonyme Stinker").
Seit letzten Jahres gibt es auch schon die Medaille des Deutschen Teer - Verbandes (DTB) für mehr als 20 Jahre standhaftes Rauchen. Und Professor Dromedar verweist immer wieder auf die wachsende Bedeutung der Coupe' - Zigarette der Marke Cameleon. Denn Raucher sind ja bekanntlich saucool !!!
Kai Schneider
Literaturhinweise:
Professor Dr. Hans Bergner: "Rauchen beim Bewerbungsgespräch".
Dr. P. Steu Wes San :"So breche ich eine Entziehungskur erfolgreich ab."
Deutsche Teerindustrie:"Was täten wir ohne die Raucher."
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